Vom März bis Juni werden Boden und Reben intensiv gepflegt, damit sich die Pflanze in natürlicher Balance auf die Frucht vorbereiten kann. In den ersten Märztagen werden die Weinberge mit organischen Mitteln wie Mist, Kompost, Trester, Stroh, Traubenreste und Hefe oder mineralischen Substanzen genährt. Nebst der Nährstoffzufuhr bessert dies die Bodenstruktur - vor allem die Wasserführung - und beste Lebensbedingungen für die zahlreichen Organismen, die zusammen mit den Pflanzen das ökologische System aufrecht erhalten. Da Monokulturen, das Ansiedeln einer einzigen Pflanzenart, den Boden definitiv zerstören können, begrünt der Biowinzer seine Weinberge. Einsaaten verschiedenster Kleesorten, Gräser, Wicken, Sonnenblumen, Lupinen und Malven werden zwischen den Rebstöcken untergepflügt, entwickeln sich im Laufe des Jahres zu stattlichen Pflanzen und führen dem Boden über die Wurzel den notwendigen Stickstoff zu. Diese bunten Pflanzen im Rebberg sind nebst der Erhaltung des ökologischen Gleichgewichtes auch für das Auge ein Genuss, sieht man doch oft - im konventionellen Weinbau - eintönige Rebreihen in mitten schönster Landschaft. Licht und Leichtigkeit Im April beginnen die Reben auszuschlagen. Das richtige Leiten und spätere Eindämmen des reichlichen Neuwuchses ist sehr wichtig, um das gute Gleichgewicht eines Weinstockes und die ausreichende Belichtung der Trauben und Blätter zu garantieren. Im Mai werden die jungen Triebe erlesen, die grüne Flut wird gelichtet, damit nur die kräftigsten Schosse weiter wachsen und im Juni in den verschiedensten Formen aufgebunden, bez. erzogen (Reberziehung) werden können.