Ampelographie ist die Lehre der Rebsorten (grch. ampelos = Weinstock). Ein grosser Bereich der Ampelographie ist das Bestimmen von Rebsorten. Seit den Urzeiten des Weinbaus zerbrechen sich die Fachleute die Köpfe, wie eine Sorte mit Sicherheit identifiziert werden kann. Um ca. 1900 erschien in Frankreich ein siebenbändiges Ampelographie-Werk, in dem 24'000 Rebsortennamen beschrieben werden. Dabei handelt es sich keineswegs um so viele Sorten, aber die Namen der einzelnen Sorten sind so vielfältig, dass jede Rebsorte wohl durchschnittlich etwa ein Dutzend Synonyme hat. Dabei muss vorsichtig zwischen echten Synonymen und Rebsorten-Varianten unterschieden werden. Viele Methoden zur Rebsorten-Erkennung sind in der Geschichte der Ampelographie angewandt worden, z.B. das Verhältnis von Breite und Länge von Blättern und der Winkel zwischen den Blattadern, immer zusammen mit vielen anderen Parametern wie Form, Behaarung, Farbe von Blatt und Trauben, Aroma, Geschmack, Samengehalt usw. Etwa 130 Merkmale werden in der heutigen Ampelographie zur Bestimmung verwendet. Seit den 1990er Jahren häufen sich die Versuche mit DNS-Analysen, die vermutlich in absehbarer Zeit wesentlich mehr Genauigkeit in die Ampelographie bringen wird. Die Gen-Analyse hat bereits etliche Irrtümer aufgedeckt, obwohl sie erst am Anfang steht.